Lieber Gott
du hast uns
Krankheit und Tod
gegeben
Angst und Trauer
Entbehrungen
jeder möglichen Art.
Du hast
uns allen
einen fertigen Lebensweg
vorbestimmt
an dem wir
nicht rütteln können
den wir im Großen
nicht zu ändern
vermögen.
Aber
neben allen diesen
schweren Dingen
zeigst du uns auch
wie schön
das Leben sein kann.
Liebe und Vertrauen
Freundschaft
ein unerwartetes Lächeln
von einem Fremden
entschädigen schon
wenn das Leben
ein härteres Spiel
getrieben hat.
Warum aber
ist es
so schwierig
zu erkennen
welche Aufgabe
wir im Leben
erfüllen sollen?
Mein Platz
ist mir
erst in letzter Zeit
bewußt geworden
aber bist du sicher
daß ich nun
genügend Zeit habe
deine Planungen
zu verwirklichen?
Sonntag, 22. August 2010
017-045 Lieber Gott
Dienstag, 29. Juni 2010
017-044 Lieber Gott
Lieber Gott
warum
gibt es
ein Rassenproblem?
Ich verstehe nicht
warum
einige Menschen
allein
ihrer Hautfarbe wegen
ein chancenloses Dasein
führen
während andere
unter ihnen
oftmals
im Überfluß leben.
Ich glaube ja
daß du
für alles
eine Erklärung hast
aber ich bezweifle
daß deine Entscheidung
hier
einen Sinn macht.
Was ist es
das du uns
lehren wolltest
indem du
Menschen schufst
die äußerlich
so unterschiedlich sind?
Freitag, 7. Mai 2010
017-043 Lieber Gott
Lieber Gott
warum
siehst du
eigentlich zu
während
Millionen Menschen
und Tiere
hungern
und sterben müssen?
Ich kann
nicht glauben
daß du dich
an dem Elend
erfreust
aber wenn
die Gesetze
der Natur
es schon verlangen
daß der Kreislauf
eingehalten wird
warum
muß dann
das Leben derer
die dieses Schicksal
erleiden
so qualvoll sein?
Freitag, 19. März 2010
017-042 Lieber Gott
Lieber Gott
warum
läßt du
eigentlich zu
daß wir Menschen
die Erde
zerstören?
Kannst du nicht
eingreifen
oder willst du
es nicht?
Diejenigen
die unseren Planeten
systematisch
in den Bankrott
treiben
müssen doch später
gar nicht mehr
darunter leiden.
Erst
wenn viele Generationen
Raubbau
an der Natur
betrieben haben
zeichnet sich
ein Ergebnis
deutlich ab.
Dann werden aber
alle Erkenntnisse
keinen Nutzen
mehr bringen.
Montag, 22. Februar 2010
017-041 Warum
Warum
lieber Gott
spüre ich
manchmal
deine Gegenwart nicht
gerade dann
wenn ich dich
besonders brauche?
Du scheinst
abwesend zu sein
vielleicht
mit wichtigeren Dingen
beschäftigt.
Ich glaube ja
daß du
überall zugleich bist
alles siehst
und alles weißt
doch immer dann
wenn ich mich
ganz verlassen fühle
finde ich häufig
den Weg nicht
zu dir.
Ob es wohl
sein kann
daß mich
der Schmerz
so gefangennimmt
daß ich
lediglich
deine leisen Töne
nicht hören kann?
Freitag, 29. Januar 2010
017-040 Warum
Warum
lieber Gott
sind viele Menschen
so schlecht?
Sie haben
keinen Sinn
für das Leben
für Liebe
wie sie
wirklich
gedacht ist
kennen
keine Gerechtigkeit
und keine Ehrlichkeit.
Ich bezweifle
daß sie
jemals
glücklich sind
in ihrer Art
das Leben
zu verbringen.
Läßt du
nicht zu
daß sie
sich ändern
oder haben
auch sie
ihre Aufgabe
die sie so
erfüllen müssen?
Samstag, 2. Januar 2010
017-039 Manchmal
Manchmal
denke ich
daß deine Existenz
unter uns
unfaßbar ist
kann gar nicht
glauben
daß es jemand
geben soll
der sich so
aufteilen kann
wie du.
An jedem Ort
zur selben Zeit
jeder Gegenstand
zugleich
Bestandteil
jeden Lebens
Hüter
allen Wissens
und Wächter
aller Handlungen
und Gedanken.
Du stellst dich selbst
in den Hintergrund
und arrangierst
für Milliarden Schützlinge
alles
was machbar ist.
Warum
sollte ich dir
nicht folgen?
Mit der Kraft
der Liebe
hältst du mich
umschlungen.
Sonntag, 13. Dezember 2009
017-038 Wo
Wo
bist du
wenn
in dunkler Nacht
Ängste nach mir
greifen?
Bist du mir
dann ganz nah
trägst
mit mir
daß sich
mein Leid
zur Hälfte
reduziert?
Oder
läßt du mich
die Kämpfe
allein austragen
schaust mir nur zu
als Freund
damit
das Gefühl
der Last
gemildert wird?
Ohne
deine stetige Nähe
wäre das Leben
für mich
wohl kaum
machbar.
Samstag, 14. November 2009
017-037 Lieber Gott
Lieber Gott
du hältst
keine Kundgebungen
auf Plätzen ab
machst
keine Werbung
um dich
bekannt zu machen.
Du bist
immer gegenwärtig
und nicht
ortsgebunden.
Für jeden
hast du Zeit
und Worte
ein jeder ist
gleichwertig
sobald er
sich dir anschließt.
Aber
deine Vertreter
hier
auf der Erde
preisen dich an
wie eine Ware
die man
unbedingt braucht
sie sind
häufig
zu laut
drängend
wenden sich
der Menge zu
in einem Eifer
der sie oft genug
menschlich
aus der Bahn wirft.
Die leisen Töne
sind es
die mich
aufhorchen lassen.
Mittwoch, 28. Oktober 2009
017-036 Vielleicht
Vielleicht
sollte ich
noch mehr
in mich
hineinhorchen
damit ich
dich besser verstehe
denn
deine Stimme
ist nicht donnernd
sondern
mit einem Timbre
voll Zartheit
zurückhaltend
und dennoch
beharrlich.
Du suchst
dir deine Gefährten
nicht aus
sie müssen
dich aussuchen
als Begleiter
auf dem Weg
durch das Leben.
Die leisen Töne
von innen
heraus
sind die
an die ich
knüpfen möchte
und
mit sachten Schritten
wollte ich
dir folgen.
Sonntag, 11. Oktober 2009
017-035 Du bist
Du bist
das Gewissen
lieber Gott
und die Liebe
die Erkenntnis
und das Wissen.
Du bist
der Zauber
der aus dem Gefühl
erwächst
die Hingabe
wenn wir lieben
und das
Zerwehen
von Gefühlen
wenn sie
sich auflösen.
Denn
du bist alles
das kleinste Rädchen
und die große Schaltstelle
die alle Dinge
auf der Welt
lenkt.
Warum
ist das
so vielen
nicht bewußt?
Samstag, 26. September 2009
017-034 Warum
Warum
lieber Gott
gibt es
für das Gefühl
der Liebe
keine
konkreten Begründungen?
Ist es
schon unklug
über die Tatsache
nachzudenken
weil man
Gefühle
fühlen sollte
und sie nicht
analysieren darf?
Ist das
Aufzählen
und Einteilen
von Gut und Schlecht
vielleicht
schon der Tod
allen Gefühls
wenn wir lieben?
Oft glaube ich
daß Bewußtsein
oder gar Vernunft
in dieser Ecke
des Lebens
nichts
zu suchen hat.
Wie gut
denn sonst
wäre das Gefühl
tiefer Zuneigung
ausschließlich
intelligenten Menschen
vorbehalten.
Die Liebe
aber ist die Kraft
aus der wir
alle schöpfen.
Samstag, 12. September 2009
017-033 Lieber Gott
Lieber Gott
warum hassen
die Menschen
einander?
Sie bewerfen sich
untereinander
mit Dreck
belügen
und beschuldigen
wann immer
ein kleiner Grund
sichtbar wird.
Ist es
vielleicht so
daß wir
im Haß gegen andere
uns selbst
ein bißchen mehr
lieben können?
Wollen wir
uns selbst
mit unserer Eigenliebe
entschädigen
weil wir
von anderen
nicht
genug Liebe
bekommen?
Ein jeder
sollte Liebe säen
damit die Früchte
für alle reichen.
--
Adele
adeles.lyrik004346.1.091709@lr78.com
Dienstag, 25. August 2009
017-032 Warum
Warum
lieber Gott
stufen die Menschen
sich selbst
höher ein
als Tiere und Pflanzen?
Menschen enttäuschen
indem sie
lügen oder stehlen
anderen
bewußt
Schaden und Leid
zufügen.
Tiere und Pflanzen
oder Steine
können uns
nicht enttäuschen
denn
sie haben
nicht den Willen
uns zu schaden.
Der Biß
der Schlange
tötet uns nur
wenn wir
in ihr Revier
eindringen.
Dienstag, 28. Juli 2009
017031 Lieber Gott
Lieber Gott
warum
hast du
die Welt
nicht
nur schön
gemacht?
Wir könnten
fliegen
wie die Vögel
schwimmen
wie die Fische
nur den Duft
von Blüten
atmen
erlesene Speisen essen
und der Wein
würde uns
in Strömen
die Kehle
hinunterrinnen.
Arbeit
wäre ein
unbekanntes Wort
Schmerzen und Krankheit
nie vorhanden
Angst und Streit
Armut und Trauer
Dürre und Überschwemmung
könnten
die Erde
nie heimsuchen.
Das Leben
wäre herrlich
überall
würde gelacht
und getanzt
geliebt und gefeiert.
Lieber Gott
warum
sieht das Leben
so anders aus?
Gäbe es
ohne Krieg
keinen Frieden
ohne Schmerz
keine Entspannung
und ohne Not
keinen Überfluß?
Nur die Liebe
die vom Herzen kommt
ist immer machbar.
Und manchmal
in schwerer Zeit
viel mehr
als im Frieden.
Montag, 22. Juni 2009
017030 Warum
Warum
lieber Gott
läßt du zu
daß die Menschen
Kriege führen?
Große Schlachten
zwischen den Völkern
und kleine
in den Familien.
Oft
habe ich
mich gefragt
warum du
bei den
sinnlosen Kämpfen
nicht eingreifst
einfach schlichtest
und wieder
Frieden wachsen läßt.
Ich kann mir
nur vorstellen
daß Uneinigkeit
von dir
gelenkt sein muß
und etwas bezwecken soll
also
nicht sinnlos ist.
Warum aber
läßt du
Unschuldige
mitleiden?
Oder sind wir alle
bereits schuldig
nur
weil wir
Menschen sind?
Ich ahne zwar
daß alles
was du uns
erleben läßt
einem System
unterliegt
doch manchmal
ist ein wenig
Sand im Getriebe.
Dienstag, 26. Mai 2009
017-029 Wo
Wo
magst du
wohnen
wenn du
einmal
ausruhen möchtest?
Über den Wolken
oder
auf dem Meeresgrund?
Zwischen
den Gänseblümchen
einer Wiese
oder
auf einem
eleganten Passagierschiff?
Ich glaube
du ruhst nie aus
denn du bist
die Kraft und die Ruhe
die Stärke und die Hingabe
dem Leben zugewandt
niemals abwesend.
Du bist
an jedem Ort
zur selben Zeit
wohnst in Schlössern
und in den Wellblechhütten
der Slums
nährst dich
von goldenen Tellern
ebenso
wie aus rostigen Näpfen.
Du bist alles
und jeder
und
wenn auch Türen
vor dir zufallen
du kehrst uns
niemals
den Rücken.
Samstag, 2. Mai 2009
017-028 Vertraut
Vertraut
hatte ich dir
als du mir
Mut machtest
mein Leben
zu ändern.
Schon häufig
hatte ich
deine Gegenwart
erkannt
und
viele Male
ließest du mich
nicht im Stich.
Du bist
derjenige
der nie
müde wird
zu Lieben
und zu Helfen
zwar
nicht sichtbar
wie andere
aber deine Aura
berührt meine
und je einsamer
ich mich fühlte
desto näher
rücktest du heran.
Mittwoch, 8. April 2009
017-027 Laß mich
Laß mich
wieder spüren
daß mein Leben
einen Sinn hat
lieber Gott.
Hilf mir
unglückliche Zeiten
zu überwinden
schenke mir
Hoffnung
Geduld und Kraft
mein schwieriges Leben
anzunehmen.
Denn
ich kann nur
mein eigenes Leben
leben
nicht das
einer konstruierten Traumfigur.
Ich möchte
mit dem
was ich vorfinde
auskommen
nicht neidisch
auf andere sehen.
Mich mit den Früchten
meines eigenen Gartens
ernähren
das sei mein Ziel.
Samstag, 14. März 2009
-17-26- Warum ...
Warum
lieber Gott
ließ ich es zu
so häufig
enttäuscht
zu werden
von Menschen
aus meiner
engen Umgebung?
Ich konnte
ihren Spott
nicht ertragen
fühlte mich
klein und dumm
machtlos
und entmutigt.
Mein Rückzug
aus der Gesellschaft
derer
die mich verletzten
dauerte Jahre
konnte nicht
verstehen
daß Verzicht
die Formel
für neues Leben
sein sollte.
Damals
hat man
mich nicht verstanden
wie sollte jetzt
ein neuer Versuch
beurteilt werden
von denen
die mich
einst
zu erniedrigen
versucht hatten?
--
Adele
adeles.lyrik020101.1.031909@lr78.com
