Eigentlich
waren wir verabredet
aber
du versuchst
mir am Telefon zu erklären
daß du heute
nun doch
keine Zeit hättest.
Ich spüre meine Trauer
wie einen
schmerzenden Schnitt
ich bin wie gelähmt
und habe
einfach Angst
nach dem Grund zu forschen.
Diese gräßliche
kleine miese Angst
die mir jetzt
den Rücken herunterrieselt
dann wieder
zu den Schultern hochkriecht
um von dort aus
ganz ungefragt
in meinen Verstand einzudringen
nimmt mehr und mehr Form an.
Ich ahne
daß du mich belügst
spüre
daß du nach Ausflüchten suchst.
Es erschüttert mich
zu erkennen
daß ich für dich
nicht mehr gewesen sein muß
als ein harmloser Flirt
ein lästig gewordener Irrtum.
Doch
in meine
aufsteigenden Rachegefühle
mischt sich immer drängender
das Wissen um deine Not
mir deine fehlenden Gefühle
eingestehen zu müssen.
Ich sehe ein
daß ich so
nicht mit dir leben kann.
Sonntag, 10. Mai 2009
026-007 Die Angst
Samstag, 9. Mai 2009
025-011 Die Einschulung
Vorbei ist nun die Kleinkind-Zeit
für Hase Balduar.
Er trägt das Ränzlein prallgefüllt
und fühlt sich sonderbar. -
Die Schule fängt heut' für ihn an
soll lernen gut und gern.
Er weiß noch gar nicht, was das heißt
die Mama ist so fern. -
Brav folgt er Lehrer Habedank
der vor den Kindern steht.
Doch freut er sich auch ungemein,
als er nach Hause geht.
Und als der große Gong ertönt
läuft er mit Jule schnell
Den kurzen Weg durch Wald und Feld
die Sonne scheint schön hell.
Das Julchen ist ein Nachbarskind
vom Imker Blütentau.
Mit ihr spielt er seit Jahr und Tag
wenn's draußen mild und lau.
Schnell rutschen sie den Hang hinab
doch nicht auf Hosenboden.
Die Hosen zieh'n sie vorher aus
das schont den Stoff aus Loden! -
Sie wollen nur am Bachesrand
die blauen Blüten seh'n
Und pflücken ihren Müttern rasch
ein Sträßchen, eh' sie geh'n.
Nun laufen beide Hand in Hand
nach Hause zur Mama
Und schwärmen von der Schule so,
als sei's dort wunderbar.
Doch müssen sie noch für die Schul'
viel schreiben groß und klein.
Drei Reihen "A" aufs Schieferbrett
sehr sauber und allein!
Das große "A" fällt Balduar
am Abend furchtbar schwer.
Er gibt schnell auf und ist verzagt
bald kann er's gar nicht mehr.
Schon schläft im Bett er selig ein
ein Lächeln auf der Brust.
Vergißt im Traum dann auch ganz schnell
des Tages Müh' und Frust!
Der Vater deckt ihn noch schön zu
die Mutter singt ein Lied.
Im Traum denkt unser Balduar:
"Schön, daß es Jule gibt!"
Merke:
Auch, wenn ein Has# noch nicht genullt,
Trifft ihn der Sex mit Ungeduld.
Macht Euch nie lustig über Kinder,
denn ihre Liebe ist nicht minder!
Freitag, 8. Mai 2009
024-008 O, ja
O, ja
ich war verliebt
ich liebte
und fragte mich
niemals
ob deine Liebe
mir genügen sollte!
Donnerstag, 7. Mai 2009
023-009 Aufgemischt
Aufgemischt
war ich
durch dich
hatte meine Starre
aufgegeben
und nach
anderen Takten gelebt.
Ich war
der Zwilling
der ich vielleicht
immer schon
sein sollte
bis du mir
deinen Impuls
plötzlich entzogst.
Nun bin ich
allein
wie vorher
doch
meine Sekunde
ist heute
eine andere.
Mittwoch, 6. Mai 2009
022-010 Der Sinn des Lebens
Der Sinn des Lebens
ist die Erkenntnis.
Der Sinn des Sterbens
erneutes Leben.
Dienstag, 5. Mai 2009
021-011 Du solltest
Du solltest
aufhören
all die schweren Tage
zu streichen
und lediglich
die guten
zu zählen.
Die schwierigen Zeiten
sind in Wahrheit
die wertvolleren
und würdest du
nur die
schönen Momente
für dich annehmen
währte dein Leben
sicher
nicht mehr als
drei Jahre!
Montag, 4. Mai 2009
019-013 Ich weiß
Ich weiß
ich kann
ohne dich
doch ich
kann nicht
ohne mich.
Ich verlor
beinahe
mein Gesicht
doch der Schmerz
um den Verlust
von dir
gab es mir
zurück.
Ich kann
wieder sehen
und hören
fühlen
und denken
wie früher
als ich
noch nichts
von dir wußte.
Sonntag, 3. Mai 2009
018-015 Nachts
Nachts
wenn die Ruhe kommt
werde ich
aktiv.
Dann spielen
meine Sinne
Harmonie
dann ist
mein Gefühl
in einer
anderen Welt
ohne Zwänge
und ich
schlage den Takt
der Sinnlichkeit
bis ich
erschöpft bin
von meinen Träumen
aus einer
anderen Zeit
ausgezehrt
durch meine Zeitreise
in das Land
der Hoffnungen
und der Zuversicht
der Friedfertigkeit
und aller Schönheit.
Samstag, 2. Mai 2009
017-028 Vertraut
Vertraut
hatte ich dir
als du mir
Mut machtest
mein Leben
zu ändern.
Schon häufig
hatte ich
deine Gegenwart
erkannt
und
viele Male
ließest du mich
nicht im Stich.
Du bist
derjenige
der nie
müde wird
zu Lieben
und zu Helfen
zwar
nicht sichtbar
wie andere
aber deine Aura
berührt meine
und je einsamer
ich mich fühlte
desto näher
rücktest du heran.
Freitag, 1. Mai 2009
016-016 Es ist
Es ist
so schwer
kein Clown
zu sein
seine Rollen
selbst spielen
zu müssen
sich der Welt
zu zeigen
in seiner
Verletzbarkeit
ohne sich
verstecken
zu können.
Doch
noch schwerer
ist der Moment
in dem du
erkennst
daß nicht
du allein
du bist
sondern
dir dein Ich
mit anderen
teilen mußt.
Um zu überleben.
