Donnerstag, 20. August 2009

013-025 Ich bin noch

Ich bin noch
ungeordnet
aber schon glatter
als damals
doch
ich kann nicht
glauben
daß Ordnung
Glück
festhalten könnte.

Mittwoch, 19. August 2009

012-026 Ohne dich

Ohne dich
ist die
Straße der Sehnsucht
unendlich lang
und öde
staubiger Weg
von meinen Tränen
genetzt.

Dienstag, 18. August 2009

009-034 Ich esse

Ich esse
lieber Brot
in Freiheit
als Kaviar
im Gefängnis
starrer Konventionen!

Montag, 17. August 2009

007-024 Ich hätte mir

Ich hätte mir
früher schon
so gern gesagt
daß ich mich mag
aber da waren immer
die Gefühle
der Sorge
des Nichtdürfens
die Forderung
sich
aus dem Vordergrund
zu nehmen
mich
nicht so wichtig
zu nehmen
doch wer gab
mir das
richtige Gefühl
ein Rädchen
zu sein
im Gefühl
der Welt
denn die meisten
nehmen sich
ihren Anteil
ihr Segment
vom Ganzen
nur ich
wagte nie
zu fordern
was eigentlich
von allein
kommen konnte.

Sonntag, 16. August 2009

005-024 Unmißverständlich

Die Frau fragt:
Liebst du mich eigentlich noch?
liebst du mich eigentlich
liebst du mich
liebst du?
Der Mann sagt:
Laß mich doch endlich in Ruhe
laß mich doch endlich
laß mich doch
laß mich
laß.
Und die Frau erwidert:
Siehst du, es ist wie immer.
Ich weiß nie, woran ich bin.

Samstag, 15. August 2009

004-024 Der Griff

Der Griff
hinter die Sehnsucht
ist die Wirklichkeit
das Erlebnis.
Die Wahrheit
findest du
dort
noch lange nicht.

Freitag, 14. August 2009

003-031 Das Glück hat

Das Glück hat
viele große Taschen
der Neid dagegen
tobt ungezähmt
in einem einzigen Fach.

Donnerstag, 13. August 2009

002-011 Fegt der Sturm

Fegt der Sturm durch enge Gassen
wirbelt hoch, was vor ihm liegt
hat der Sommer uns verlassen
und der Herbst bereits gesiegt.
Blätter schaufelt er zu Türmen
jagt Papier wild hinterher
Regen peitscht und mit den Stürmen
setzt der Abfall sich zur Wehr.
Fahles Licht von einer Sonne
die sich vorsichtig versteckt
spärlich fällt auf jede Tonne
die den Müll ja nur verdeckt.
Doch die kleinen Abfallhaufen
um die Tonnen rund verstreut
wollen mit den Stürmen raufen
weil das Spiel sie so erfreut.
Wild greift Wind in ihre Mitte
pustet kräftig dort hinein
jedes Stück macht ein paar Schritte
einzeln doch zum Kampf zu klein.
Ein Orkan pfeift durch die Bäume
räumt hier noch das letzte Blatt
fort sind alle Sommerträume
nichts mehr findet draußen statt.
Und man sucht nach etwas Licht
in der kahlen Herbsteszeit
wenn es durch die Wolken bricht
ist die Freude nicht mehr weit.
Bald schon wandeln sich Gedanken
lassen Positives keimen
nichts ist mehr getrennt durch Schranken
neu läßt sich das Leben reimen.
Jeder Tag hat seinen Sinn
in dem Jahreskarussell
alles Leben ist Gewinn
nur die Stunde läuft zu schnell.

Mittwoch, 12. August 2009

035-001 Wenn über ein

Wenn über ein
strenges Gesicht
urplötzlich
ein leises
ganz ungewolltes
Lächeln huscht
und
alles Unnahbare
einfach mitnimmt
wenn einem
dann so richtig
warm wird
und man nur noch
Liebe spürt
und Geborgenheit
ein weiches, rundes Gefühl
den ganzen Körper
einnimmt
wie in einem Glückswirbel
dann
wird es Güte
gewesen sein.

Dienstag, 11. August 2009

033-003 Im Laufschritt

Niemand
erscheint dir
gut genug
um auf immer
bei ihm zu landen.
Deine Seele
ist wie ein Flughafen
auf dem es
nur um
eilige Verbindungen geht.