Mittwoch, 30. Dezember 2009

012-013 Wer Liebe

Wer Liebe
sucht
schaut
in die falschen Ecken.
Denn
sie ist nur
an einer Stelle.
In dir
und durch dich.
Sonst nirgendwo.

009-041 Du bist

Du bist
der Mann
für alle Fälle.
Aber
bist du auch
in jedem Fall
ein Mann?

Dienstag, 29. Dezember 2009

007-031 Die Zeit

Die Zeit
forderte mich
sie forderte mir
mehr ab
als ich
geben konnte
aber auch ich
hatte gefordert
denn ich dachte
so gerne
an Glück
und forderte damit
meiner Zeit
sehr viel ab
viel mehr
als sie geben konnte.

005-031 Und trotzdem

 

Zwischen uns war
alles aus.
Aber in meinen Gedanken
und vor allem
in meinem Herzen
bist du
immer gegenwärtig.
Vorbei ist
der zermürbende Krieg
die im Zorn
gesprochenen Worte
die Angst
einander
verlieren zu können.
Ich gehe
durch deine Straße
atme deine Luft
teile mit dir
die Atmosphäre
die Ausstrahlung
dieser Umgebung.
Und immer
wenn ich deiner Wohnung
näherkomme
schaue ich hinauf
zu den Fenstern
und erfreue mich
an dem warmen Ton
der Lichter.
In diesen Momenten
gehört mir
das ganze Gefühl
spüre ich deine Liebe so
wie ich sie mir damals
für immer
gewünscht hatte.
Ich werde noch lange
durch diese Straße wandern
die deine
und noch immer meine ist.

Ich liebe dich doch...

Montag, 28. Dezember 2009

004-031 O, meine Lust

O, meine Lust
geh du
auf die Reise
mache dich reich
fülle
deine leeren Taschen
mit der Wonne
aus dem Land
der Phantasie.

003-038 Ich gab

Ich gab
dem Glück
größeren Raum
nahm der Trauer
einen Teil
ihrer Macht
und staune
über den Frieden
unter einem Dach.

Sonntag, 27. Dezember 2009

002-016 Tritt das Leben

Tritt das Leben mir zu nah
trifft mich tief in meinem Kern
wird Empfindung wieder wahr
die in letzter Zeit so fern.
Alles, was ich einst verdrängt
und beiseite hingestellt
mich in alte Rollen zwängt
die schon lang' nicht mehr gezählt.
Wie ein langer spitzer Pfeil
wirkt's in meinem tiefen Sein
schlägt in mir so scharfen Keil
dringt in mein Gemüt hinein.
So spür' ich aus alter Zeit
plötzlich Fühlen und Gedanken
und, obwohl ich nicht bereit
trennen mich hier keine Schranken.
Traute Gesten und Gerüche
Worte mit besond'rem Klang
Kinderlieder oder Sprüche
und Verbote, alter Zwang
werden plötzlich wieder wach
leben fort in meinem Sinn
brachten mir viel Ungemach
wo ich hoffte auf Gewinn.
Doch, je länger ich mich quäle
rühre die Vergangenheit
heilt der Schmerz die kranke Seele
macht mich für den Kampf bereit.
Und so laß' ich alte Zeiten
still an mir vorüberzieh'n
sollen mich ab jetzt begleiten
statt mich weiter zu entzieh'n.
Denn nun flechte ich das Alte
in mein neues Werden ein
daß die Seele sich entfalte
fließen die Gedanken ein.
Dankbar bin ich für die Kraft
die ich aus mir selber ziehe
alles, was bisher geschafft
weil ich nicht mehr vor mir fliehe.

044-001 Immer wieder

Immer wieder
ermahne
ich mich
mich nicht
zu vergeuden
und zu verlieren.
Doch
immer wieder
übermannt mich
das Sehnen
aus anderer Zeit.

Samstag, 26. Dezember 2009

043-002 Warum

Warum
ist es so schwer
eine Trennung
hinzunehmen
und sich
zu gewöhnen
ohne diese Beziehung
zu leben?
Da ist ein Gefühl
das viel stärker ist
als die Wut
oder Trauer
viel einschneidender
als das Abschiednehmen
von der alten Zeit.
Es ist eher
Hilflosigkeit
und Fassungslosigkeit
nicht Verstehenkönnen
und
nicht Wahrhabenwollen.
Das Gefühl
gleicht mehr
einer Flutwelle
die droht
mich zu verschlucken
und zu ersticken
mich
zu bevormunden
und zu vereinnahmen.
Und kurz bevor
all dieses
geschehen könnte
zieht die Gefahr sich
grinsend zurück
aber nur
um sich gleich
erneut
auf mich
zu stürzen
um mir
wieder und wieder
das Leben
zu nehmen.

042-003 Vor längerer Zeit

Vor längerer Zeit
sprach ich
mich an
um zu fragen
ob ich
vielleicht
Hilfe brauchte.
Ich nahm
allen Mut
zusammen
sagte ja
und bekam
viel Freundschaft
zu spüren.
Und als ich
mir half
bekamen andere
Lust
mich zu unterstützen.
Gute Freunde
habe ich
und heute
helfen wir
gemeinsam anderen.

Freitag, 25. Dezember 2009

041-004 Ungezügelt

 

Anrufe
wie auch Verabredungen
mit dir
wecken in mir
eine alte Sehnsucht
die ich
immer noch nicht
zügeln kann.
Leider gibt es
keinen Grund mehr
sich dir gegenüber
ungezügelt
verhalten zu dürfen.

040-005 Es ist

Es ist
nicht mehr möglich
mich zu sehen
weil ich
nicht mehr glauben mag
das ich dir noch
etwas bedeute.
Die Zeit
hat mitentschieden.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

039-006 O

O
meine große
Leidenschaft
so eng mir
das Herz
auch geworden ist
dich
bringe ich
darin unter!

038-007 Ich möchte

Ich möchte
dich rufen
damit du mich
hörst
möchte dich
umarmen
daß wir
einander
nahe sind.
Doch
meine Rufe
verhallen
im Wind
erreichen dich
nicht.
Du weißt nichts
von meinen
Wünschen und Träumen
ahnst nicht
daß ich
nach dir rufe
doch ich
hoffe
noch immer
daß unser beider
Stimmen
sich irgendwann
auf halber Strecke
wiederfinden werden.
Dann
möchte ich dich
zu mir tragen
nach Hause
wo deine Rufe
endlich
Heimat finden können.

Dienstag, 22. Dezember 2009

029-014 Ich fing mich auf

Ich fing mich auf
als ich
aus allen Wolken fiel.
Wer sonst
es war ja niemand da.

028-015 Ich wollte

Ich wollte
Glück schenken
und etwas Freude
doch zu viele
öffneten fordernd
beide Hände
und verlangten
Einsatz
den ich
nicht immer
leisten konnte.

Montag, 21. Dezember 2009

027-016 Ich fand mich

Ich fand mich
streichelweich
nachdem mir
bewußt war
mich nicht
erlegen
zu müssen
sondern
mein Wesen
genießen
zu können!

026-017 Gegenwart spüren

 

Loslassen
von liebgewordenen Gedanken.
Die Hülle fallenlassen
die einmal alles bedeutete.
Ich beginne
zu verstehen
daß Glück und Freude
Liebe und Treue
auch für mich
vergänglich sind.
Gerade noch
fühlte ich mich
geborgen
wohl eher
getragen
durch eigene Gefühle.
Und dennoch
war meine Phantasie
voller Wirklichkeit.
Die Erkenntnis
baut sich vor mir auf
wie eine
drohende Mauer.
Träume verlieren
ihren Hintergrund.
Und gleich einer Feder
sehe ich
meine zartbunte Hülle
lautlos
davonschweben.
Ich bin allein.

Sonntag, 20. Dezember 2009

024-018 Schwebe

Schwebe
kleiner Schmetterling
wie zart
sind deine Flügel
filigranes Gewebe
flieg in meinen Sinn
ich kann dich
nicht fangen
doch ich
schaue dir nach
bewundere
deine Anmut
tastest
nach jeder Blüte.
Ich muß dich
lassen
denn hindern
kann ich dich
nicht
es würde dir
die Flügel brechen.

023-019 Ich kann

Ich kann
dich
nicht vergessen
obwohl
meine Lust
Kapriolen schlüge
wäre dieses möglich.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Dienstag, 15. Dezember 2009

019-023 Wer verzweifelt

Wer verzweifelt
nach Liebe
sucht
der findet sie
im eigenen Herzen
und nur da
verströmt sie
ihren eigenen Charme.

018-025 Küß mich

Küß mich
sagte der Frosch
legte
sein grünes Kleid
beiseite
und entpuppte sich
als Märchenprinz.
O, bitte küß mich
erwiderte
die Prinzessin
und schlüpfte
rasch
in die
abgelegte Froschhülle.
Denn sie
fühlte sich
unter seinen Augen
plötzlich nackt.

Sonntag, 13. Dezember 2009

017-038 Wo

Wo
bist du
wenn
in dunkler Nacht
Ängste nach mir
greifen?
Bist du mir
dann ganz nah
trägst
mit mir
daß sich
mein Leid
zur Hälfte
reduziert?
Oder
läßt du mich
die Kämpfe
allein austragen
schaust mir nur zu
als Freund
damit
das Gefühl
der Last
gemildert wird?
Ohne
deine stetige Nähe
wäre das Leben
für mich
wohl kaum
machbar.

016-026 Einen

Einen
Eimer Wasser
hatte ich
über meine Leidenschaft
gegossen
und zischend
schrumpfte sie
zusammen.
Ich wäre
verglüht
wenn ich
jetzt nicht
ertrunken wäre!

Samstag, 12. Dezember 2009

015-028 Ich wollte

Ich wollte
ich könnte
auf den Wolken
reiten
und auf den Wellen
tanzen
den Wind
umarmen
und mein Lied
mit den Gezeiten
singen.
Doch
nichts davon
wollte ich
wirklich
kämest du
bald zurück!

013-031 Luftballons schweben

Luftballons schweben
im lauen Wind
und mir träumte
ich sei noch
ein Kind
ich schwelgte
in Farben
und fühlte
die Wonne
mit dir
unterm Himmel
beim Spiel
in der Sonne.
Wir waren
nur Kinder
in unsern Gedanken
dachten
ans Glück
und nicht
an die Schranken.
Wir waren
einander
in Liebe
verbunden
doch du suchtest
weiter
ich hatte
gefunden.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

012-012 Viele

Viele
sind es
die das Glück
mit dir teilen
wenige
wären es
im Schmerz.

009-040 Du bist

Du bist
dafür
das Ablegen
von Schleier
und Kopftuch
zu erzwingen
aber
an türkischen Stränden
bestehst du
lautstark
auf Nacktheit.
Für dich selbst.

Freitag, 4. Dezember 2009

Samstag, 28. November 2009

004-030 Durch die Stille

Durch die Stille
klingt
dein Ruf
jeder Laut
wie Harfenton.
Süße Erinnerung
formt
meine Lippen
läßt
Samthaut ahnen.

003-037 Glück

Glück
empfand ich
als der Schmerz
mir nicht mehr
wehtat
und ich ihn
erstmals
als einen Freund
erkannte.

Donnerstag, 26. November 2009

002-015 Golden leuchten

Golden leuchten alle Bäume
hat der Herbst sich angekündigt
schwinden alle Sommer-Träume
wenn er mit den Farben sündigt.
Bunte Kleckse hier und dort
jeder Baum auf seine Art
doch bald weht der Sturm sie fort
hat noch nie davor bewahrt.
Glutrot prangt so manche Krone
oder gelb in voller Pracht
daß das Schauen sich auch lohne
was nur die Natur vollbracht.
Doch in späten Herbsteszeiten
peitscht ein starker Wind durch's Laub
und man sieht das Blattwerk gleiten
tief hinunter in den Staub.
Regen mischt sich dort mit Sand
bettet alle Blätter ein
Kinder schaufeln mit der Hand
teilen Matsch in Häufchen ein.
So hat mancher seinen Spaß
ist der Sommer auch vorbei
nun ist es schon kalt und naß
und der Sturm fegt alles frei.
Viele Bäume stehen kahl
warten auf die Winterruh'
bis der flockig-weiße Schnee
gnädig deckt die Äste zu.
Und dann sitzt er auf den Zweigen
schwer in dicker weißer Schicht
bis sie sich gar ächzend neigen
ohne daß ein Zweiglein bricht.
Friedlich wirkt da alles Sein
wenn die Welt so winterweiß
manchmal aber nur zum Schein
denn der Tag ist Müh' und Schweiß.
So hat alles seinen Sinn
jede Jahreszeit ihr Ziel
die Natur ist der Gewinn
und das Leben ist das Spiel.
Auf der großen Lebensbühne
spielt ein jeder seinen Part
gibt es Ängstliche und Kühne
auch mit Lohn wird nicht gespart.
Durch das Auf und Ab im Leben
spürt man Minus oder Plus
nie kann es nur Gutes geben
und das Schwanken ist ein Muß.
Hohe Bäume, Mensch und Tier
unterwerfen sich dem Trott
leben heute und im Hier
mal ganz oben, mal bankrott.
Nichts wird anders, als geplant
irgendwo auf dieser Welt
und Natur ist's, die uns mahnt
wenn sie ihr Versprechen hält.

043-001 In mir

In mir
tobt ein Sturm
lodert ein Feuer
klatschen
meterhohe Wellen
bis zum Rande
meiner Kraft.
Wann endlich
wird meine Natur
sich beruhigen
und geschlagen geben
in einem Kampf
der mir selber
am wenigsten nützt?

Mittwoch, 25. November 2009

042-002 Ich mag

Ich mag
mein Leben
heute
habe mich
mit ihm
angefreundet
kann es
empfinden
und erkenne es
täglich wieder.
Jeden Tag
entdecke ich mich
ganz neu
und manchmal
besuche ich
mein altes Leben
aber dann
muß ich
jedesmal
viel Kraft
mitnehmen
und
wenn ich zurückkehre
steckt sehr viel
Wehmut in mir
die ich bald
verarbeiten muß
damit ich sie nicht
wie einen
schweren Sack
mit mir
schleppe.

041-003 Neutral

 

Immer
wenn ich glaube
nichts mehr
von dir zu hören
rufst du mich an
und jedesmal
ist es so
daß ich
Freude und Angst
zugleich
empfinde.
Angst
weil ich immer denke
es sei
das letzte Mal
und Freude
weil ich
immer noch
an dir hänge.
Wann endlich
werde ich
so weit sein
deine Anrufe
wie auch dich selbst
als neutral
einzustufen?

Dienstag, 24. November 2009

040-004 Wenn dein Bild

Wenn dein Bild
auch verblaßt
deine Struktur
ist für immer
mit meiner verknüpft
untrennbar
für mich.

039-005 Dich

Dich
zu lieben
war ein Abenteuer
mit ungewissem Ausgang.
Dennoch
bereue ich
nichts
denn du warst
so wichtig
für mich
daß ich mich
beinahe
selbst aufgab
und
kurz bevor
ich mich
für immer
zerstört hatte
wachte ich
endlich auf.

Montag, 23. November 2009

038-006 Innig

Innig
war meine Liebe
zu dir.
Innig
auch der Schmerz
der Trennung
und
voller Wehmut
mein Denken
und Fühlen
heute.
Du fehlst mir
an jedem Tag
auf immer.

035-007 Heimatlos

 

Zu wählerisch
scheinst du zu sein
um endlich
irgendeinen Hafen
als Heimat
anzuerkennen.
Du strandest nur zuweilen
wie ein Schiffbrüchiger
bei Sturm
läßt dich
ans Ufer schwemmen
und dich
kurzzeitig von irgendwem
retten.

Sonntag, 22. November 2009

031-011 Du rauhe Landschaft

Du rauhe Landschaft
Stille atmen heißt Stille.
Sorge dich nur nicht.

030-012 Ich fand

Ich fand
meinen Stern
am Himmel
nicht wieder
vielleicht
weil er erloschen war
oder
hatte ich ihn
zu wenig gekannt
um ihn
wiederzufinden?

Samstag, 21. November 2009

029-013 Ich nahm

Ich nahm
nach dem Regen
die Schnecken
von den Wegen
sie sind
so hilflos
wenn sie
nicht gesehen werden
und ihre Häuser
sind
von einmaliger Schönheit
jedes wieder anders.
Ich nehme jede
behutsam
in die Hand
und lege sie
auf große Blätter
in Sicherheit.
Wer mich
beobachtet
könnte Dummes
denken
doch wer es
seinen Kindern
weitererzählte
würde Gutes tun
denn Kinder
haben
die besten Seelen.

028-014 Lange

Lange
war ich selbst
mir ein Rätsel
wollte mich lösen
und so
Erlösung finden
aus innerem Zwang
der mich quälte
und dem ich
nur mit dem Mut
der Entschlossenheit
begegnen konnte.
Ich bin mir
nähergekommen
habe leere Kästchen
füllen können
und bin sicher
mich nicht mehr
suchen zu müssen.

Freitag, 20. November 2009

027-015 Ich übe

Ich übe
hinter
schwarzen Schleiern
und einem Dutzend
Röcken
behalte mich
noch für mich
kühle
meine Ängste
vor meiner Pein
darf mich
verhüllen
und entziehen
bis ich
fertig bin
zum Wettlauf
mit der Zeit.

026-016 Glück

 

Brich ein Stückchen ab
von deinem
Riesenstück Glück.
Stelle den Hahn deiner Gier
auf klein.
Freue dich.
Über die Sonne, die Sterne
und über den Regen natürlich.
Suche dir am Himmel
deinen eigenen Stern.
Jeden Tag einen anderen.
Das ist Glück!

Dienstag, 17. November 2009

024-017 Komm

Komm
in meinen Traum
drehe dich
im Tanz
mit der Musik
taumele leicht
wie der Schmetterling
auf dem Flug
in sein Blütenparadies.
Schwebe lautlos
lasse dich fallen
solltest du
landen wollen.

023-018 Schwebe

Schwebe
kleiner Schmetterling
wie zart
sind deine Flügel
filigranes Gewebe
flieg in meinen Sinn
ich kann dich
nicht fangen
doch ich
schaue dir nach
bewundere
deine Anmut
tastest
nach jeder Blüte.
Ich muß dich
lassen
denn hindern
kann ich dich
nicht
es würde dir
die Flügel brechen.

Montag, 16. November 2009

022-019 Treue genießt

Treue genießt
hohe Anerkennung.
Festhalten an Ungeliebtem
wirkt abwertend.

021-020 Manchmal

Manchmal
bin ich
in der Lage
mich selbst
aus meinen Bildern
und den Gedanken
zu verbannen.
Ich schließe
die Augen
und sinke ab
in tiefe Kanäle
die mir erlauben
einen Lidschlag lang
mich selbst
in Frage zu stellen
und mich
von den Lebenden
beinahe zu trennen.
In dieser Sekunde
spüre ich Frieden
und ein hohes Maß
innerer Ruhe
bin nicht mehr
ganz sicher
über der Erde
zu sein.
Der kurze Moment
läßt mich
regenerieren
während ich
in anderen Sphären
schwebe
denn es ist kein
ruheloses Flattern
sondern
ungekannte Augenblicke
eines sonst nie
erreichten Friedens.

Sonntag, 15. November 2009

019-022 Ich liebte

Ich liebte
das Leben
mit dir
doch ich tanzte
nicht
nach meiner Musik
drehte mich
nach dem
falschen Rhythmus.
Ich kam
außer Atem
gelangte
in einen Strudel
der mir
die Kraft nahm
und als ich
Schwäche zeigte
warst du
bereit zur Flucht
in stärkere Arme
denn du suchtest
die Stärke
bei anderen
um dein
schwaches Verhalten
zu kaschieren
suchtest Halt
und Größe
um nicht selbst
größer
werden zu müssen.
Ich tanze heute
nach eigenen Melodien
harmonisch
und zufrieden
im Einverständnis
meiner Kraft.

018-024 Ich wollte

Ich wollte
ich wäre
eine Fee
könnte dich
unbemerkt
wachküssen
für ein Leben
im harmonischen
Miteinander.

Samstag, 14. November 2009

017-037 Lieber Gott

Lieber Gott
du hältst
keine Kundgebungen
auf Plätzen ab
machst
keine Werbung
um dich
bekannt zu machen.
Du bist
immer gegenwärtig
und nicht
ortsgebunden.
Für jeden
hast du Zeit
und Worte
ein jeder ist
gleichwertig
sobald er
sich dir anschließt.
Aber
deine Vertreter
hier
auf der Erde
preisen dich an
wie eine Ware
die man
unbedingt braucht
sie sind
häufig
zu laut
drängend
wenden sich
der Menge zu
in einem Eifer
der sie oft genug
menschlich
aus der Bahn wirft.
Die leisen Töne
sind es
die mich
aufhorchen lassen.

016-025 Du hattest

Du hattest
mich
auf Händen
getragen
und heute trage ich
ohne dich
alles
was zu ertragen ist.
Doch du
balancierst
dein Tütchen Liebe
lässig
in der hohlen Hand.

Freitag, 13. November 2009

015-027 Der Zauber

Der Zauber
der Liebe
kann jedem
geschehen.
Wenn du
das Märchenhafte
noch liebst
das Geheimnisvolle
wenn Hexen
und Dämonen
dich nicht
erschrecken
und der Kuß
einer Fee
dich entzücken läßt
dann schwelge
tauche ein
begieb dich
in die Tiefe
der Gedankenlust
streune herum
in der Zauberstadt
doch
vergiß niemals
wenigstens
mit einem Bein
an der Oberfläche
zu bleiben.

013-030 Ich hatte

Ich hatte
die Liebe
nicht geplant
sie überfiel mich
wie eine Feuersbrunst
Platzregen
und Lawinen
aus Sand
oder Schnee.
Ich war überrascht
wollte nicht glauben
daß es mir
geschah
wurde gehoben
und geschoben
bis ich einsah
daß es Liebe war.
Es kam
auf mich zu
nicht umgekehrt.

Donnerstag, 12. November 2009

012-011 Deine Tränen

Deine Tränen
machen mich
betroffen
berühren
oftmals mehr
als der
eigene Schmerz.
Laß mich
ein wenig
davon kosten
sie sind so heiß
du könntest dich
verbrennen.

009-039 Du redest

Du redest
von gelber Gefahr
aber
im China-Restaurant
fragst du
nach Spezialitäten!

Mittwoch, 11. November 2009

007-029 Du warst

Du warst
bezaubernd
in deinem
edlen Kleid
ein passendes Hütchen
keck
auf der neuen Frisur
makellos schlank
gepflegt
ohne die graue Haut
von Alter und Sorge
doch als du
nach zwei Stunden
mich fragtest
wie es so ginge
und ich
zur Wahrheit griff
fiel dir ein
daß da noch
ein Termin
wahrzunehmen wäre
es folgten
hastige Umarmungen
und der strenge Wunsch
zu telefonieren.
Wir sahen
einander
nie wieder
und das war
mein Wunsch
in Ehrlichkeit.

005-029 Tod in der Großstadt

 

Eine Frau hat sich
aus dem Fenster gestürzt.
Die Straße war fast leer
als es geschah.
Nun liegt sie tot
auf dem Pflaster.
Um sie herum bildet
sich eine Menschentraube -
eben noch war sie
ganz allein
und niemand war bei ihr.
Sie kann
nicht mehr hören
daß die Herbeigelaufenen
in eine erregte Diskussion
geraten sind
ob ihr Tod
sein mußte
oder nicht.
Die Leute
sehen ihr Äußeres an
und glauben
daß sie alles besaß
was man sich nur wünschen kann.
Ganz sicher
hat ihr doch aber
im rechten Moment
ein Mensch gefehlt.

Dienstag, 10. November 2009

Montag, 9. November 2009

002-014 Sterne leuchten

Sterne leuchten hell herab
auf der Erde dunklen Grund
Licht ist trotz des Mondes knapp
und verschwindet wie im Schlund.
Leise wiegen sich die Bäume
wenn der Wind sie still bewegt
und ich schaukel mich in Träume
innerlich so angeregt.
Bald schon sichte ich im Osten
einen schmalen hellen Schein
wird der Tag die Nacht mich kosten?
Doch ich bitte ihn herein.
Sterne ziehen sich zurück
und ihr Glanz wird abgelöst
in mir steigert sich das Glück
wenn die Sonne sich entblößt.
So wird es nun immer lichter
denn der Tag beginnt sein Tun
Ängste werden wieder schlichter
wenn die Nacht beginnt zu ruh'n.
Wo der Tag die Runde macht
jeden so gefangen nimmt
hat die Nacht ihr Werk vollbracht
ist auf's Schlafen eingestimmt.
Sonne drängt sich nun nach Süden
nimmt die Stunden rasch im Lauf
wird im Westen bald ermüden
bäumt vorm Untergang sich auf.
Glutrot leuchtet sie ganz unten
beinah' schon am Horizont
ist von aller Müh' entbunden
hat auch mein Gemüt besonnt.
Bald schon meldet sich die Nacht
die so lange ausgeruht
Mond und Sterne sind entfacht
strahlen schon mit frohem Mut.
Und im Lampen-Lichterschein
sitze ich in meinem Zimmer
Liebe wird im Herzen sein
Tag und Nacht, weil einfach immer.

042-001 Ja

Ja
ich bin es leid
traurig zu sein
weil wir beide
einander
nicht mehr lieben.
Es gibt doch
so viele
andere Dinge
im Leben
um die ich
trauern könnte
die es wert sind
lange betrauert
zu werden.
Ich möchte wieder
Farbe
in mein Leben
bringen
aber nicht die
die du
mitgenommen hattest
sondern eine andere
eine wischfeste
die auch einmal
einen Schauer
vertragen kann.

Freitag, 6. November 2009

041-002 Kartenhaus

 

Mut
gehört schon dazu
sich zu trennen
obwohl
man noch liebt
und sich
nach Zugehörigkeit sehnt.
Wie ein Kartenhaus
bricht mein Leben
zusammen
wenn Tagträume
es nicht mehr
stützen können.

040-003 Glaubst du

Glaubst du
ich würde dich hassen
nur
weil unsere Beziehung
zu Ende ist?
Nach der großen Leere
ist mein Gefühl
für dich
immer noch
vorhanden.
Und meine Ohnmacht
macht Platz
für liebenswerte Gedanken.

Donnerstag, 5. November 2009

039-004 Ich weiß

Ich weiß
ich sollte mich
lösen
von dir
und den Gedanken
an die Verbundenheit
mit dir
doch meine Träume
sind noch nicht
zu Ende
möchte mir
noch etwas Kraft holen
aus der alten Zeit.
Irgendwann
werde ich
mein Leben
wieder fortsetzen.
Ich hatte
die Zeit
angehalten
und das Bisherige
eingefroren
damit es frisch ist
wenn ich
da weiterlebe
wo wir
aufgehört hatten.

038-005 Ich wüßte gerne

Ich wüßte gerne
wie ich heute
wirklich
zu dir stehe.
Mein Gefühl
ist durch
das Erlebte
entstellt
meine Gedanken
fahren Slalom
und wenn ich
in mich
hineinhorche
höre ich Stimmen
aus der Vergangenheit.
Dein Bild in mir
ist das
aus glücklichen Zeiten
ohne Vergleich
zum Heute.
Der Wunsch
nach Sicherheit
läßt mich
Gefühle des Glückes
in mir einkapseln
und indem ich
Schlösser
vor meine Seele
hänge
bewahre ich
das Alte in mir
brauche gar nicht
loszulassen.
Aber
meinem Leben
fehlt so
die Chance
der Gegenwart.

Mittwoch, 4. November 2009

035-006 Im Laufschritt

 

Niemand
erscheint dir
gut genug
um auf immer
bei ihm zu landen.
Deine Seele
ist wie ein Flughafen
auf dem es
nur um
eilige Verbindungen geht.

032-009 Gezähmte Leidenschaft

 

Wild
war mein Begehren
im Sturm
meiner tosenden Leidenschaft.
Brennend
mit züngelnden Flammen
im Herzen
gieße ich
zischend
Wasser aus meiner Gruft.

Dienstag, 3. November 2009

Montag, 2. November 2009

029-012 Schau

Schau
der Schmetterling
wie leicht er
fliegt
und schwebt
in seidiger Luft.
Glücklich
wirkt er
und beschwingt
wenn er
von einer Blüte
zur anderen
tänzelt.

028-013 Du lümmeltest

Du lümmeltest
gelangweilt
in deinem Salon
während andere
für dich
mit nackten Händen
glühende Kohlen
aus dem Feuer
zerrten.

Sonntag, 1. November 2009

027-014 Ich nahm mir

Ich nahm mir
die Schärfe
als ich
milder
zu mir selbst
wurde!

026-015 Glaub an dich

 

Du könntest
dir etwas mehr
zutrauen
werfe ich dir vor.
Aber auch ich
wage erst dann
wenn du
mich unterstützt.

Samstag, 31. Oktober 2009

024-016 Nichts

Nichts
ist mir so fremd
wie Haß
denke ich
an dich zurück
doch
ebenso fremd
das alte Gefühl
inniger Liebe
das poröse Band
wird reißen
sobald
die Entfernung
auf Ablösung pocht.

023-017 Komm

Komm
in meinen Traum
drehe dich
im Tanz
mit der Musik
taumele leicht
wie der Schmetterling
auf dem Flug
in sein Blütenparadies.
Schwebe lautlos
lasse dich fallen
solltest du
landen wollen.

Freitag, 30. Oktober 2009

022-018 Beständigkeit

Beständigkeit
ist nur die Angst
vor Verzettelung.

021-019 Oft denke ich

Oft denke ich
ich würde mich
kennen
aus einer anderen Welt
oder anderer Epoche
doch dann
reagiere ich plötzlich
so ganz anders
als ich
von mir
erwartet hatte!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

019-021 Ich war

Ich war
ohne Hemmungen
mit dir
fühlte mich
stark
und lebendig
empfand mich
als weiblich
und schön
war ein Typ
den ich
akzeptierte.
Doch
als deine Liebe
und die Vertrautheit
von mir wichen
fiel ich zusammen
wie ein Sack
matt
schwach
und unweiblich.
Ich habe lange
getrauert
so
als hätte ich
alles verloren.
Doch jetzt
habe ich
mich
und so
wie ich
wirklich bin.

018-023 Wer verzweifelt

Wer verzweifelt
nach Liebe
sucht
der findet sie
im eigenen Herzen
und nur da
verströmt sie
ihren eigenen Charme.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

017-036 Vielleicht

Vielleicht
sollte ich
noch mehr
in mich
hineinhorchen
damit ich
dich besser verstehe
denn
deine Stimme
ist nicht donnernd
sondern
mit einem Timbre
voll Zartheit
zurückhaltend
und dennoch
beharrlich.
Du suchst
dir deine Gefährten
nicht aus
sie müssen
dich aussuchen
als Begleiter
auf dem Weg
durch das Leben.
Die leisen Töne
von innen
heraus
sind die
an die ich
knüpfen möchte
und
mit sachten Schritten
wollte ich
dir folgen.

016-024 Ich glaubte

Ich glaubte
so sehr
an dich
daß ich mich
nie fragte
was du
mit meinem Glauben
machtest.
Vielleicht
stärkte
ich dir
jahrelang
den Rücken
beim Bau
irgendwelcher Luftschlösser
mit irgendwem.
Aber eben
nicht mit mir.

Montag, 26. Oktober 2009

015-026 Komm zu mir

Komm zu mir
wenn
deine Gedanken
dich quälen
und deine Tränen
nicht nachlassen
ich nehme dich
in die Arme
lege meine Hand
in deine
und lasse
deinem Gefühl
freien Lauf.
Bei mir
darfst du
weinen
und schreien
bis du
dich leicht fühlst.
Und irgendwann
werde ich lachen.
Mit dir
und nicht
über dich!

013-029 Wir waren

Wir waren
wie Kinder
voll Lachen
und Lust
doch du
wolltest gehen
hast es
gewußt.
Ich konnte nicht
anders
und hab
dir verziehn
denn Haß
oder Rache
sind nicht legitim.

Samstag, 24. Oktober 2009

007-028 Ich hatte

Ich hatte
keine Angst
vor anderer Tat
oder Kraft
hatte aber Furcht
vor deren
unglaublich
nervenden Tatkraft.

005-028 Streßbewältigung

 

Ich habe
den ganzen Streß
satt
sagte die Frau
setzte sich
ihren besten Hut auf
und schlüpfte
nur kurz
in eine andere Rolle.

Ich gehe mal eben
Zigaretten holen
sagte der Mann
und die Frau
wollte
sieben Jahre lang
nicht glauben
daß es ihm gutgehe,
weil sie nicht mehr erkannte.

Freitag, 23. Oktober 2009

004-028 Wolken

Wolken
malen Bilder
schreiben Botschaften
an den Himmel
nicht zu entziffern
und dennoch
ein Gruß
an mich.

003-035 Ich wollte

Ich wollte
das Glück
in meiner Hütte
doch andere
schmückten bereits
prunkvolle Säle
um unser Glück
zu feiern!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

002-013 Seifenblasen

Seifenblasen schweben hin
zart und bunt im Schillerkleid
zeigen mir des Lebens Sinn
machen mich fürs Ziel bereit.
Hundert Kugeln, dünn wie Glas
purzeln aus dem Pfeifenbauch
lila, rosa, grün wie Gras
jede nur ein feuchter Hauch.
Schweben, von der Luft getragen
an den Augen mir vorbei
freudig sie ihr Leben wagen
fühlen sich beschwingt und frei.
Und ich freue mich der Farben
jener hohlen Leichtigkeit
ahnen nicht, was sie mir gaben
auf dem Flug zur Ewigkeit.
Und ich falle tief in Träume
die den Zauber mir bewahren
daß ich nicht das Glück versäume
aus den raren Kindertagen.
Bunt wie tausend Schmetterlinge
taumeln sie ins helle Licht
wenn ich auf den Weg sie bringe
rund, aus dünner Wasserschicht.
Stundenlang könnt' ich so spielen
bis zur Grenze meiner Lust
mache sie mir zu Gespielen
voller Anmut und Genuß.

041-001 Mut

 

Mir fehlt der Mut
mich von dir
endgültig
zu trennen.
Meine Träume
würden
ihren Hintergrund
verlieren
die Wirklichkeit
des Alltags
würde
wieder so schmerzen
wie damals
als ich spürte
daß du
mich verlassen hattest.
Alles das
was ich seitdem
um mich herum
aufgebaut habe
würde zusammensacken
mich nicht mehr
stützen können
und als unerfüllbarer Wunsch
mit dem nächsten Regen
in die Siele fließen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

040-002 Glaube nicht

Glaube nicht
ich hätte
dich vergessen
nur
weil du versuchst
mich zu vergessen.

039-003 Meine Sehnsucht

Meine Sehnsucht
nach dir
ist übermächtig.
Ich träume
von Nähe
und weicher Haut
samtigen Lippen
und einer
starken
schützenden Hand.
Doch die Wirklichkeit
zeigt mir
Abstand
und lockt
mit fordernder Hand.
Lieber flüchte ich
in alte Träume
verführe mich selbst
und verwöhne
meine Sinne
mit den Melodien
aus einer
längst vergangenen Zeit.

Montag, 19. Oktober 2009

038-004 Nein

Nein
noch einmal
würde ich es
wohl nicht schaffen
mich selbst
aus der Notlage
der Trauer
um dich
herauszubringen.
Mich reizt
die Möglichkeit
unsere Beziehung
fortzusetzen
als wäre
nichts geschehen
dennoch
hält mich
lähmendes Entsetzen
über das
Durchgemachte
von erneuten Begegnungen
mit dir ab.

035-005 Lieber weniger

 

Immer
wenn ich mich
mit deiner
mangelnden Liebe
abgefunden habe
rückst du
ein Stückchen näher
an mich heran
läßt nicht zu
dieses Leiserwerden
Erkalten
meinst noch
so wenig
würdest du
nun auch nicht wollen
ein wenig mehr schon
aber nicht mehr
so viel wie bisher
nur
auf keinen Fall
so wenig wie jetzt.

Sonntag, 18. Oktober 2009

032-008 Die Liebe

 

Liebe
kommt mitunter
ganz sachte
wie stetig
nach vorn drängendes
Wasser
plätschernd
perlend
sich an den
Strand unserer Sehnsucht
vorarbeitende Kraft
oder
sich wild aufbäumend
hemmungslos wirbelnd
mit Schaumkronen
die gleich Höhepunkten
ans Ufer klatschen
lärmend
als wollten
die turmhohen Wellen
nur ja nichts verpassen.
Und
je lauter das Lied
beim Herandrängen
desto rauschender
der Abgesang.

031-009 Üppige Freuden.

Üppige Freuden.
Verschmelzungen der Natur.
Schaue dein Gesicht.

Samstag, 17. Oktober 2009

030-010 Die Hölle

Die Hölle
im Kopf
besiegte mich
und
immer wieder
erlag ich
dem Wunsch
nach Betäubung.

029-011 Was sollte es

Was sollte es
nützen
zu darben
sich in allem
zu reduzieren
das Leben ist
schwierig genug
und hätte man mich
damals gefragt
ob ich
geboren werden wollte
hätte ich wohl
gezögert
denn das Leben ist
Auf und Ab
ein Kippen
und Wippen
und dieses Wippen
ist kein Spiel
sollte man es
vielleicht auch lieber
spielerisch sehen.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

028-012 Ich lachte

Ich lachte
mir ins Fäustchen
obwohl
meine beiden Hände
amputiert waren.

027-013 Ich ging

Ich ging
an mir
vorbei
weil ich mich
nicht kannte
doch
ich schaute mir
hinterher
weil mich
irgendetwas
erinnert hatte.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

026-014 Gefühle

 

Verbrauchte Gefühle
sind wie ein Seufzer
in der Erinnerung
an Vergangenes.

024-015 Nachts

Nachts
wenn die Trauer
größer wird
werden vage Schatten
zu Bildern
nehmen Gestalt an
wiegen mich
in Träume
ohne Namen
lassen mich
Rollen spielen
und längst
vergessenes Glück
locken Freudentränen
lassen sie sickern
netzen Gedanken
aus einer
anderen Welt.

Dienstag, 13. Oktober 2009

023-016 Nichts

Nichts
ist mir so fremd
wie Haß
denke ich
an dich zurück
doch
ebenso fremd
das alte Gefühl
inniger Liebe
das poröse Band
wird reißen
sobald
die Entfernung
auf Ablösung pocht.

022-017 Klagelieder

Klagelieder
wirken befreiend.
Sie dürfen nur nicht
zu lang sein.

Montag, 12. Oktober 2009

021-018 Ich bin wieder

Ich bin wieder
jemand
der mitmacht
und auf der Liste
des Lebens steht.
Für eine längere Zeit
war ich
gestrichen
und hatte
ein Fragezeichen
hinter meinem Namen.
Niemand
konnte sich vorstellen
daß ich wieder
gesehen würde
doch ich war
nur auf Urlaub
in einer
ganz anderen Zeit!

019-020 Selbst

Selbst
in der Unbehaglichkeit
fühlte
ich mich
noch wohl
machte Freudensprünge
wenn ich
verstimmt war
und hatte Hoffnungen
für die Zukunft
auch
wenn diese
einmal dunkel erschien.
Mein Wesen
war verzaubert
in deinem Bann
du gabst mir Halt
eine starke Hand
und alle Liebe
dieser Welt.
Doch dann
war alles vorbei
ganz überraschend
du wolltest
mit anderen feiern
ohne Nachdenklichkeit
ohne mich.
Wir sind
keine Liebenden mehr
keine Freunde
nicht einmal mehr
miteinander bekannt.

Sonntag, 11. Oktober 2009

018-022 Ich liebte

Ich liebte
das Leben
mit dir
doch ich tanzte
nicht
nach meiner Musik
drehte mich
nach dem
falschen Rhythmus.
Ich kam
außer Atem
gelangte
in einen Strudel
der mir
die Kraft nahm
und als ich
Schwäche zeigte
warst du
bereit zur Flucht
in stärkere Arme
denn du suchtest
die Stärke
bei anderen
um dein
schwaches Verhalten
zu kaschieren
suchtest Halt
und Größe
um nicht selbst
größer
werden zu müssen.
Ich tanze heute
nach eigenen Melodien
harmonisch
und zufrieden
im Einverständnis
meiner Kraft.

017-035 Du bist

Du bist
das Gewissen
lieber Gott
und die Liebe
die Erkenntnis
und das Wissen.
Du bist
der Zauber
der aus dem Gefühl
erwächst
die Hingabe
wenn wir lieben
und das
Zerwehen
von Gefühlen
wenn sie
sich auflösen.
Denn
du bist alles
das kleinste Rädchen
und die große Schaltstelle
die alle Dinge
auf der Welt
lenkt.
Warum
ist das
so vielen
nicht bewußt?

Samstag, 10. Oktober 2009

016-023 Ich fahre

Ich fahre
Achterbahn
denn
das nette
kleine Karussell
ist hoffnungslos
überbelegt.

015-025 Nur

Nur
einen Fingerhut
voll Liebe
hatte ich
von dir erhofft
doch du
ersticktest
mein Flehen
mit Gleichgültigkeit.

Freitag, 9. Oktober 2009

013-028 In meinen Augen

In meinen Augen
tanzte
goldenes Licht
du sahst
meine Freude
doch die Traurigkeit
fühltest du nicht.

012-029 Nie mehr

Nie mehr
du und ich
kein wir
und nicht uns.
Nie mehr
vollkommenes Glück.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

009-037 Du träumst

Du träumst
von Frieden
und leckst
dennoch
skeptisch
an dunkler Haut!

007-027 Ich schöpfte

Ich schöpfte
aus dem Fundus
meiner Möglichkeiten
ich schöpfte
bis zur Erschöpfung
doch
ich nahm nur das
was ich vorher
selbst
erschöpft hatte.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

005-027 Am Strand

 

Versonnen
bohre ich
meine Füße
in den warmen Sand
spüre
wie er nimmermüde
seinen Weg
durch meine Zehen bahnt.
Ausgefüllte Zwischenräume
endlich tun
was mir gefällt.
Nichts hält mich auf
und ich staune
so glücklich zu sein.
Endlich
endlich Frieden.

004-027 Glück ist

Glück ist
kleinste Teilchen
der Freude
festzuhalten
und
voller Übermut
ein großes
daraus
zu formen.

Dienstag, 6. Oktober 2009

003-034 Ich verlor

Ich verlor
die Liebe
eines Gefährten
und glaubte
das Glück
hätte sich
von mir
entfernt!

002-013 Seifenblasen

Seifenblasen schweben hin
zart und bunt im Schillerkleid
zeigen mir des Lebens Sinn
machen mich fürs Ziel bereit.
Hundert Kugeln, dünn wie Glas
purzeln aus dem Pfeifenbauch
lila, rosa, grün wie Gras
jede nur ein feuchter Hauch.
Schweben, von der Luft getragen
an den Augen mir vorbei
freudig sie ihr Leben wagen
fühlen sich beschwingt und frei.
Und ich freue mich der Farben
jener hohlen Leichtigkeit
ahnen nicht, was sie mir gaben
auf dem Flug zur Ewigkeit.
Und ich falle tief in Träume
die den Zauber mir bewahren
daß ich nicht das Glück versäume
aus den raren Kindertagen.
Bunt wie tausend Schmetterlinge
taumeln sie ins helle Licht
wenn ich auf den Weg sie bringe
rund, aus dünner Wasserschicht.
Stundenlang könnt' ich so spielen
bis zur Grenze meiner Lust
mache sie mir zu Gespielen
voller Anmut und Genuß.

Montag, 5. Oktober 2009

040-001 Immer

Immer
wenn ich glaube
ich hätte
dich vergessen
fällt mir
Liebenswertes ein
das ich
längst vergessen hatte.

039-002 Dieser Frühling

Dieser Frühling
wird nicht so
frisch und grün
für mich sein
denn meine Seele
blutet.
Bisher
hatte der Frühling
eine besondere Bedeutung
für Ausflüge
an die Küste.
Wir kannten
alle Häfen
und Schiffe
und an
unseren liebsten Plätzen
kannte man uns.
Wir galten
schon lange
als Paar
und wenn wir
die Leute
aufklärten
glaubten sie
an einen Scherz.

Sonntag, 4. Oktober 2009

038-003 Oft

Oft
denke ich
ich würde
dich
gern wiedersehen
obwohl
alte Gefühle
nicht mehr
vorhanden sind.
Doch
was wäre
wenn
bei mir
das Gefühl
dich zu lieben
nur geruht hätte
und nach
einem Wiedersehen
neu entflammte?
Ich kann
mir
nicht zumuten
diesen quälenden Entzug
noch einmal
durchzumachen.

036-003 Wortspiel

 

Ungerechtigkeit
empfindet derjenige mehr
der gerade weniger hat
als ein anderer.
Wenn sich das Blatt
wieder dreht
empfindet er es
als gerecht.

Samstag, 3. Oktober 2009

035-004 Gezähmte Leidenschaft

 

Wild
war mein Begehren
im Sturm
meiner tosenden Leidenschaft.
Brennend
mit züngelnden Flammen
im Herzen
gieße ich
zischend
Wasser aus meiner Gruft.
--
Adele
adeles.lyrik002627.1.100809@lr78.com

032-007 Zu wenig

 

Ich weiß nicht
was du tust
wenn du
nicht bei mir bist.
Ich weiß nur
daß du nichts tust
um bei mir
zu sein.
--
Adele
adeles.lyrik002348.1.100809@lr78.com

Freitag, 2. Oktober 2009

031-008 Stilles Glück allein

Stilles Glück allein.
Will der Harfe Stimmenklang
sich mit mir einen?
--
Adele
adeles.lyrik002332.1.100709@lr78.com

030-009 Ich fand mich ab

Ich fand mich ab
mit den Verhältnissen
doch du
wolltest mich
abfinden.
Das verstand ich
nicht!
--
Adele
adeles.lyrik002114.1.100709@lr78.com

Donnerstag, 1. Oktober 2009

029-010 Ich aß Körner

Ich aß Körner
Tofu
und Grünzeug
trank Mineralwasser
und war
vergrätzt
ich fühlte mich
außerhalb
der Genußwelt
obwohl ich
ein großer Genießer bin
von Kopf
bis Fuß
und besonders
bei Themen
der Probleme
zwischen
den Arten.
--
Adele
mailto:adeles.lyrik001703.1.100609@lr78.com

028-011 Du rittest

Du rittest
hoch zu Ross
als ich
den Staub
der Straße kehrte
ich war nicht
traurig
denn ich
war es
die sich
aus eigener Kraft
nährte
während du
die Gunst anderer
immer noch
erhoffen sollst!
--
Adele
adeles.lyrik001516.1.100609@lr78.com

Mittwoch, 30. September 2009

027-012 Ich hüllte mich

Ich hüllte mich
in schwarze Tücher
um andere nicht
mit meiner Farbigkeit
zu erschrecken!
--
Adele
adeles.lyrik053043.1.100509@lr78.com

026-013 Vergangen

 

Sonnenstunden
auf dem kleinen Fluß.
Der Ausflugdampfer
fährt uns
sanft schlingernd
an blühenden Wiesen vorbei.
Ich stehe an Deck
Hand in Hand
mit dir.
Wir brauchen
keine Worte
der Druck deiner Hand
gibt mir Kraft
an uns zu glauben.
Niemals
würde es anders sein können.
Sonnenstunden
auf der Este
sie sind
immer noch da.
Träume
wurden jäh zerrissen
Vergangenes
in Frage gestellt.
Das Schiff
ist längst gesunken.
--
Adele
adeles.lyrik051655.1.100509@lr78.com

Dienstag, 29. September 2009

024-014 Du

Du
machtest mich
reich
mit deiner
inneren Schönheit
setztest mir
eine Krone auf
und schenktest mir
dein Gefühl
ein Stück
von dir
aus dir heraus.
Du
machtest mich
arm
so arm
wie ich vorher
ohne dich
nie war
denn du
ließest mich fallen
sobald ich dir
nicht mehr
von Nutzen war.
Du
entzogst mir
alles
und schmücktest
dein neues Haus
mit der Kraft
meiner Liebe
aber die Prinzessin darin
hat noch keinen Namen.

023-015 Nachts

Nachts
wenn die Trauer
größer wird
werden vage Schatten
zu Bildern
nehmen Gestalt an
wiegen mich
in Träume
ohne Namen
lassen mich
Rollen spielen
und längst
vergessenes Glück
locken Freudentränen
lassen sie sickern
netzen Gedanken
aus einer
anderen Welt.

Montag, 28. September 2009

022-016 Forderungen in der Partnerschaft

Forderungen in der Partnerschaft
sind mir suspekt
Ergebenheit ist Dummheit.

021-017 Immer mehr

Immer mehr
glaube ich an mich
fühle Kraft
und Stärke
in mir.
Ich nutze
meine Stunden
viel mehr
als damals
als ich fortwährend
nur mein Unglück
vor Augen sah
und gute Zeiten
achtlos
an mir
vorüberziehen ließ!

Sonntag, 27. September 2009

019-019 Sogar

Sogar
auf Glatteis
war ich noch
sicher
durch dich
fand immer Halt.
Deshalb
nicht aufzuhalten
mein kühner Ritt
auf unruhiger See
ohne Ruder
ohne Segel
und
ganz plötzlich
ohne dich.

018-021 Ich war

Ich war
ohne Hemmungen
mit dir
fühlte mich
stark
und lebendig
empfand mich
als weiblich
und schön
war ein Typ
den ich
akzeptierte.
Doch
als deine Liebe
und die Vertrautheit
von mir wichen
fiel ich zusammen
wie ein Sack
matt
schwach
und unweiblich.
Ich habe lange
getrauert
so
als hätte ich
alles verloren.
Doch jetzt
habe ich
mich
und so
wie ich
wirklich bin.

Samstag, 26. September 2009

017-034 Warum

Warum
lieber Gott
gibt es
für das Gefühl
der Liebe
keine
konkreten Begründungen?
Ist es
schon unklug
über die Tatsache
nachzudenken
weil man
Gefühle
fühlen sollte
und sie nicht
analysieren darf?
Ist das
Aufzählen
und Einteilen
von Gut und Schlecht
vielleicht
schon der Tod
allen Gefühls
wenn wir lieben?
Oft glaube ich
daß Bewußtsein
oder gar Vernunft
in dieser Ecke
des Lebens
nichts
zu suchen hat.
Wie gut
denn sonst
wäre das Gefühl
tiefer Zuneigung
ausschließlich
intelligenten Menschen
vorbehalten.
Die Liebe
aber ist die Kraft
aus der wir
alle schöpfen.

016-022 Komm

Komm
zu mir
wenn dir
etwas fehlt
aber
komm nicht
zu mir
wenn du
etwas suchst!

Freitag, 25. September 2009

015-024 Ich hätte gern

Ich hätte gern
einen Fingerhut
voll Seligkeit
ein Schächtelchen
Hoffnung
eine Prise Gleichmut
ein Löffelchen
Vorsicht
und
ein Döschen
Sorglosigkeit.
Ein Hauch
Puderzucker
verwandelte
meine Sehnsucht
in eine
Märchenlandschaft
und irgendwann
kommt die Hexe
um an
meiner Pracht
zu knuspern.
--
Adele
adeles.lyrik010435.1.093009@lr78.com

013-027 Oftmals

Oftmals
klinke ich
mich aus
für Sekunden nur
wenn ich
die Augen schließe
tauche unter
in eine
andere Welt.
Hinter
meinen Lidern
schwelge ich
im Farbenrausch
suche mir Punkte
die zu Kanälen werden
und wenn ich mich
konzentriere
fühle ich
Freiheit
Gelassenheit
und
friedvolle Ruhe
in mir selbst.
Ich entspanne
nehme mir
den Druck
der mein Leben
bestimmen will
mache ihn mir
zum Partner
denn ohne Druck
stehen
alle Räder still.
--
Adele
adeles.lyrik010203.1.093009@lr78.com

Donnerstag, 24. September 2009

012-028 Tausend Meilen

Tausend Meilen
wollte ich
gehen
barfuß
in staubiger Hitze
wären mir
am Ende
deine Arme
gewiß.
--
Adele
adeles.lyrik010203.1.092909@lr78.com

009-036 Schwarz

Schwarz
ist edel
Schwarz ist
elegant
Schwarz ist
ästhetisch.
Schwarz
ist in.
Schwarze Haut
auch?
--
Adele
adeles.lyrik005910.1.092909@lr78.com

Mittwoch, 23. September 2009

007-026 Reite

Reite
auf dem Rücken
eines Elefanten
wenn er es
zuläßt
aber reite nie
auf einem Tier
das deine Last
nicht
tragen kann.
--
Adele
adeles.lyrik054701.1.092809@lr78.com

005-026 Stille am Hafen

Stille am Hafen.
Der morsche Kahn
liegt wankend im Schlick.
Welle um Welle
umspült
seine rissigen Planken.
Ausgedient.
Verrottet.
Halb vergessen?
Am Abend jedoch
kommst du vorbei
setzt dich
auf die schwankenden
Bretter der Mole
und schaust hinüber
zu deinem alten Kahn.
Die gigantischen Hotelbauten
am Horizont
scheinen
im aufkommenden Wind
melodisch zu nicken.
Sie spüren und verstehen
diese unvergleichliche Liebe
zwischen dir
und deinem alten Freund
dem Boot.
Eine Welle
streichelt platschend
darüber hinweg
und morgen
kommst du schon wieder.
Die untergehende Sonne
wird mit sanften Farben
Zufriedenheit
auf alle Gesichter malen
und dann
kehrt wieder
Stille am Hafen ein.
--
Adele
adeles.lyrik054421.1.092809@lr78.com

Dienstag, 22. September 2009

004-026 Ich wollte

Ich wollte
mein Mittelpunkt
wäre ein Ding.
Und nicht
ein Unding!
--
Adele
adeles.lyrik004641.1.092709@lr78.com

003-033 Das Glück ist

Das Glück ist
wie das Fundament
eines Hauses.
Mag das Dach
auch brennen
intakte Grundmauern
sichern den Besitz.
--
Adele
adeles.lyrik004352.1.092709@lr78.com

Montag, 21. September 2009

002-012 Wenn im Frühling

Wenn im Frühling Winde gehen
und noch kühle Frische bringen
wird mein Fühlen abseits stehen
und mein Sinn um Liebe ringen.
Manchmal bricht die helle Sonne
durch das Zelt der Wolkenmassen
welche Anmut, welche Wonne
wird die Seele sie umfassen.
So umgibt sie meine Sinne
mit der wahren Zärtlichkeit
mehr als tausend Hauptgewinne
noch aus märchenhafter Zeit.
Und ich nehme wieder wahr
was des Lebens Freuden sind
Vogelzwitschern ist noch rar
und geht unter mit dem Wind.
Doch die Gärten in der Nähe
sind geschmückt mit satten Farben
alles, was ich heute sehe
kann mich wärmen und mich laben.
Manchmal dampft nach einem Regen
schwarze Erde voller Kraft
und das Wachstum kann sich regen
mit dem neuerlangten Saft.
Schlendernd geh' ich durch die Straßen
atme alles in mich ein
beuge mich den fremden Maßen
möcht' dem Glück gern näher sein.
--
Adele
adeles.lyrik014307.1.092609@lr78.com

039-001 Im wirklichen Leben

Im wirklichen Leben
bin ich
zurückhaltend
eher schüchtern
lebe ein
zurückgezogenes Leben.
In meinen Träumen
fühle ich mich
wie ich selber
endlich unbeobachtet
nicht kontrolliert
und meine Sehnsucht
feiert heimlich Orgien.
--
Adele
adeles.lyrik014031.1.092609@lr78.com

Sonntag, 20. September 2009

038-002 Manchmal

Manchmal
denke ich
darüber nach
ob du jetzt
glücklich bist.
Ich wünsche dir
daß es dir
gutgehen möge
daß deine
Planungen
in Erfüllung gehen
dein Leben
angefüllt ist
mit schönen Dingen.
Unsere Zeit
ist zu Ende
denn
nach so vielen Wochen
gibt es
kein Zurück mehr.
Liebe
kann man
nicht unterbrechen
um sie wieder
zu erwärmen.
--
Adele
adeles.lyrik002431.1.092509@lr78.com

036-002 Kosmisch

 

Zuviel Glück
führt manchmal dazu
zu glauben
es könne immerfort
so weitergehen.
Aber die kosmische Gerechtigkeit
verteilt alle Güter
gleichmäßig.
Wer also
materiell arm ist
ist mitunter reich
an edlen Tugenden
wer auf Erden
reich ist
hat vielleicht ein
stummes Herz.
--
Adele
adeles.lyrik002042.1.092509@lr78.com

Samstag, 19. September 2009

035-003 Die Liebe

Liebe
kommt mitunter
ganz sachte
wie stetig
nach vorn drängendes
Wasser
plätschernd
perlend
sich an den
Strand unserer Sehnsucht
vorarbeitende Kraft
oder
sich wild aufbäumend
hemmungslos wirbelnd
mit Schaumkronen
die gleich Höhepunkten
ans Ufer klatschen
lärmend
als wollten
die turmhohen Wellen
nur ja nichts verpassen.
Und
je lauter das Lied
beim Herandrängen
desto rauschender
der Abgesang.
--
Adele
adeles.lyrik013001.1.092409@lr78.com

032-006 Tiefenwirkung

Wenn eine Beziehung
mit Tiefe
zu Ende geht
kann einer
immer aufatmen
der andere
nicht mehr atmen.
--
Adele
adeles.lyrik012723.1.092409@lr78.com

Freitag, 18. September 2009

031-007 O mein kühner Mund

O mein kühner Mund
mit der Stille ringt der Laut
ungesagtes Wort.
--
Adele
adeles.lyrik002256.1.092309@lr78.com

030-008 Du wolltest

Du wolltest
vielleicht
nur ein wenig lustig
mit mir sein
ich fand zu dir
im Ernst
mit der Lust.
--
Adele
adeles.lyrik001919.1.092309@lr78.com

Donnerstag, 17. September 2009

029-009 Ich trank

Ich trank
Gesundheitstee
und fühlte mich
elend
ich trank Wein
und war
plötzlich Mitglied
all derer
die sich
einen schönen Tag
machen wollten.
--
Adele
adeles.lyrik012745.1.092209@lr78.com

028-010 Du warst

Du warst
nie traurig
für mich
als ich
zu Staub wurde
weil die Energie
aus mir wich
das Lachen erlosch
und alles Fühlen
ertaubte.
Aber
meine Auferstehung
feiere ich heute
auch lieber
mit anderen
denn meiner Liebe
bist du
nicht mehr würdig.
--
Adele
adeles.lyrik012533.1.092209@lr78.com

Mittwoch, 16. September 2009

027-011 Ich kam

Ich kam
nie an
obwohl ich mich
als erste
auf den Weg
machte
um nicht
die Letzte
zu sein.
--
Adele
adeles.lyrik212607.1.092109@lr78.com

026-012 Ferne

Siehst du die Wolken
am Himmel ziehn
schicke einem
lieben Menschen
einen Gruß.
Hülle tausend Träume
in die Unrast ein
und vieltausendmal
Liebe und Vergebung.

Dienstag, 15. September 2009

024-013 Du

Du
zeige dich nicht
solltest du
alte Wege aufsuchen
mache dich
unsichtbar
für mich
komme nicht
in alter Hülle
sollten unsere Wege
sich kreuzen.
Ich möchte nur
nicken
und dann
weitergehen
als hätte ich
lediglich gesehen
und nicht
wahrgenommen.
--
Adele
adeles.lyrik020500.1.092009@lr78.com

023-014 Du

Du
machtest mich
reich
mit deiner
inneren Schönheit
setztest mir
eine Krone auf
und schenktest mir
dein Gefühl
ein Stück
von dir
aus dir heraus.
Du
machtest mich
arm
so arm
wie ich vorher
ohne dich
nie war
denn du
ließest mich fallen
sobald ich dir
nicht mehr
von Nutzen war.
Du
entzogst mir
alles
und schmücktest
dein neues Haus
mit der Kraft
meiner Liebe
aber die Prinzessin darin
hat noch keinen Namen.
--
Adele
adeles.lyrik020300.1.092009@lr78.com

Montag, 14. September 2009

022-015 Ein vergessener Gruß

Ein vergessener Gruß
ist nicht so schlimm
wie ein
unterlassenes Lächeln.
--
Adele
adeles.lyrik095914.1.091909@lr78.com

021-016 Endlich

Endlich
kann ich
den Alltag
ungerührt hinnehmen
und mich
mit Änderungen
auseinandersetzen.
Ich falle
nicht mehr
in vollkommene Erschöpfung
sobald
meine Freude
reduziert ist
einfach nur
weil jeder Tag
auch seine
eigene Stimmung
in sich trägt.
Normale Schwankungen
trenne ich heute
viel leichter
von wahren Sorgen
und empfinde daher
das Glück
genauso stark
wie echten Schmerz!
--
Adele
adeles.lyrik095719.1.091909@lr78.com

Sonntag, 13. September 2009

019-018 Mit dir

Mit dir
griff ich
nach dem Silberstreif
am Horizont
ritt
auf dem Regenbogen
zündete
die Sterne an
und entspannte
in der Anspannung.
Nichts war
unmöglich
oder unwirklich
Abstraktes
wurde sichtbar
Unmögliches machbar
das kleine Glück
zur Seligkeit.
Alles ist
entzwei
seit du
die Sterne
mit anderen zählst.
Und einer fehlt.
Jede Nacht.
--
Adele
adeles.lyrik002235.1.091809@lr78.com

018-020 Selbst

Selbst
in der Unbehaglichkeit
fühlte
ich mich
noch wohl
machte Freudensprünge
wenn ich
verstimmt war
und hatte Hoffnungen
für die Zukunft
auch
wenn diese
einmal dunkel erschien.
Mein Wesen
war verzaubert
in deinem Bann
du gabst mir Halt
eine starke Hand
und alle Liebe
dieser Welt.
Doch dann
war alles vorbei
ganz überraschend
du wolltest
mit anderen feiern
ohne Nachdenklichkeit
ohne mich.
Wir sind
keine Liebenden mehr
keine Freunde
nicht einmal mehr
miteinander bekannt.
--
Adele
adeles.lyrik002030.1.091809@lr78.com

Samstag, 12. September 2009

017-033 Lieber Gott

Lieber Gott
warum hassen
die Menschen
einander?
Sie bewerfen sich
untereinander
mit Dreck
belügen
und beschuldigen
wann immer
ein kleiner Grund
sichtbar wird.
Ist es
vielleicht so
daß wir
im Haß gegen andere
uns selbst
ein bißchen mehr
lieben können?
Wollen wir
uns selbst
mit unserer Eigenliebe
entschädigen
weil wir
von anderen
nicht
genug Liebe
bekommen?
Ein jeder
sollte Liebe säen
damit die Früchte
für alle reichen.
--
Adele
adeles.lyrik004346.1.091709@lr78.com

016-021 Du hast

Du hast
die Nacht
mit mir
gewollt
und den Tag
ohne mich
ersehnt!
--
Adele
adeles.lyrik004151.1.091709@lr78.com

Freitag, 11. September 2009

015-023 Bist du

Bist du
ein Fremder
der kurzzeitig
ein Freund war
oder
warst du
ein Freund
der ein Fremder
wurde?

013-026 Ich male

Ich male
meine Träume
konsequent
auf zarte Seide
und nicht
auf grobes Leinen
denn
meine Gedanken
beim Malen
oder das Malen
in Gedanken
entspringen
guten Gefühlen
und nicht
negativen Ideen.
Sobald ich male
schwebe ich
hebe ab
und entwende
der kaputten Welt
ein wenig
ihrer Macht.

Mittwoch, 9. September 2009

012-027 Wollte ich

Wollte ich
der Sehnsucht
entkommen
müßte ich
vorher
die Hoffnung
begraben!